Wenn ihr Samen von Freunden bekommt solltet ihr sicherstellen, das es sich dabei um wirklich potenten Hanf handelt. Da ihr sonst ein ganzes Jahr Arbeit auf euch nehmt, ohne letztendlich entlohnt zu werden. Achtung: Auch Samen aus starkem Gras können durch eventuell naheliegende Nutzhanffelder bestäubt worden sein und dadurch an Qualität verloren haben.
Gutes Saatgut bekommt ihr bei verschiedenen Anbietern im Netz zu mittlerweile erschwinglichen Preisen.(SIEHE LINKS) Die dort bestellbaren Samen dürfen aber in Deutschland nicht in Kontakt mit der Erde kommen, sondern nur als Angelköder verwendet werden. Trotzdem ist die Potenz der angebotenen Angelköder- Samen meist recht gut, da die angebotenen Samen vieler Internet- Anbietern aus renommierten holländischen Samenbanken stammen.
Die Größe und Farbe ist immer abhängig von der Sorte, grundsätzlich läst sich aber sagen, je dunkler die Samen desto reifer und dadurch auch keimfähiger werden sie sein. Wenn du die Samen unter leichtem Druck zwischen den Fingern reibst, und sie nicht zerbrechen, so sind sie höchstwahrscheinlich Keimfähig. Eine andere Methode um die Keimfähigkeit festzustellen ist alle Seeds in ein Glas Wasser zu werfen. Die keimfähigen Samen werden zu Boden sinken, während die unbrauchbaren an der Oberfläche bleiben.
KEIMUNG:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Samen zum keimen zu bringen, ich betrachte es als die beste, sie in einem etwas dickerem Stofftuch (Geschirrtuch, etc.), das man möglichst stark mit Wasser tränkt zu bedecken. Nach einigen Tagen werden die ersten Samen aufgehen, und sind ab diesem Zeitpunkt in kleine Töpfe umpflanzbar und mit ca. 0.5- 1cm Erde zu bedecken. Der kleine Spross, der als erstes sichtbar wird, bildet später die Wurzel und sollte deshalb beim einsetzen nach unten zeigen. Achtung: Die Samen können auch durch das Tuch wachsen und dann schwer wieder herausgezogen werden. Kontrolliere deshalb öfters welche Samen schon keimen, und wie weit sie ihre Wurzeln schon ausgebildet haben. Verwende keine Taschen oder Küchentücher da diese zu schnell austrocknen, und Austrocknung die keimenden Samen abtötet.
Sind nun alle Samen in kleine Töpfe gesetzt, wird nach einigen Tagen schon das erste Blattpaar aus der Erde ragen.
Erde und Topf: eigentlich kann jeder Topf den man auch für andere Pflanzen verwendet hergenommen werden. Evtl. Aus Platzgründen viereckigen Töpfchen kaufen (gibt's im GROWSHOP), auch Presstorftöpfe eignen sich gut. Prinzipiell eignet sich jede Art von Behältnissen, die mind. so groß sind wie ein Joghurtbecher. Ihr solltet nur darauf achten das eventuell zu viel gegossenes Wasser ablaufen kann. Also, z.B. Jogurtbecher mit Loch im Boden, sonst kann die Erde faulen oder die Pflänzchen ersticken, als Nährboden eignet sich am besten Anzuchterde (gibt's in jeder Gärtnerei evtl. mit PH Wert von 6-7).Genauso wie bei der Wahl der Samen solltest du auch bei der Wahl deiner Erde qualitätsbewusst denken. Auf der Verpackung findest du die Zusammensetzung, achte darauf, das keinerlei Kläranlagenkacke oder anderer Mist drin ist .Nötigenfalls kannst du dich ja bei einem Gärtnereiverkäufer erkundigen.
AUFZUCHT:
Beachte: versuche nie mehr Pflanzen zu Keimen, als du später draußen in der Natur versorgen kannst. Die Chancen das Pflanzen, die du ohne dich um sie zu kümmern aussetzt, letztendlich zur Blüte gelangen liegen ca. bei 1 zu 1000. (da du sie ja nur selten an wirklich geeigneten Plätzen wie freie Flächen, Felder... setzen kannst, wo sie Ideale Bedingungen haben.) Topfe die Pflanzen lieber zu früh als zu spät in größere Behälter um. Die Pflanzen könnten sonst, wenn die Wurzeln am Rand des Behälters anstoßen, nicht mehr weiterwachsen, und obwohl sie noch sehr klein sind, zu blühen beginnen.
In Klimagebieten ähnlich der in Bayern sollten die Setzlinge nicht vor ende April ausgesetzt werden, (Bodenfrostgefahr). Je nach Jahr und Prognose der Wettervorhersage kann dies aber auch schon 2 Wochen früher oder später geschehen. Schweitzer Hanfbauern setzen ihre Pflanzen Anfang Mai. Es ist nicht nötig die Pflanzen vor Anfang April zu keimen.
DÜNGUNG:
Die Hanfpflanze benötigt herkömmlichen Stickstoff (N) Phosphor (P) und Kalium (K).( Die Dosierung der drei Komponenten hängt davon ab, ob sich die pflanze in der Blühte oder Wachstumsphase befindet.) Auf jeder erhältlichen Düngerpackung kann man Inhaltstoffe nachlesen und dementsprechend einen günstigen gut für Hanf geeigneten Dünger überall erstehen, sofern man sich vorher in einem Growshop nach der Richtigen Zusammensetzung der drei Komponenten N ,P, K erkundigt hat. Für den Anfang sollte dieser reichen. Spezialisten können sich auch extra Düngemittel für Hanf kaufen. Diese wirken zwar sicher etwas Ertragserhöhend, sind aber auch schweineteuer. Meiner Meinung nach am besten eignen sich aber sowieso natürliche Dünger wie Kompost oder Hühnermist, da sie zusätzlich noch den angenehmen Nebeneffekt haben, ganz ohne künstliche oder chemische Zusätze auskommen. Und Biohanf ist doch das Erstrebenswerteste und schönste auf der Welt. Natürliche Dünger, also Hühnermist etc. sollten aber mögl. Schon im Herbst des Vorjahres untergepflügt werden, da sie sich langsam Zersetzen, und so erst nach einiger Zeit für die Pflanzen zur Verfügung stehen. Dies bringt aber den Vorteil, das es bei Natürl. Düngern
u.U. Nicht öfter als einmal pro Jahr nötig ist die Pflanzen zu düngen. Haltet nicht alles für besser nur weil es aus dem Shop kommt, sondern probiert euren Hanf auf Kompost oder Erde mit Mist zu ziehen, wenn ihr schon das Glück habt und überhaupt einen eigenen Garten habt.
Stickstoff: bewirkt schnelles und starkes Wachsen Wachstumsphase
Phosphor: bewirkt Wurzelwachstum Gesunde Blüte, Entwicklung von evtl. Samen
Kalium: regelt die Nutzbarmachung der Nährstoffe, ist wesentlich für den Stoffwechsel der Pflanze Wachstumsphase, Widerstandsfähigkeit
Achtung: Es passiert oft, das Pflanzen überdüngt oder ertränkt werden, Grundsätzlich gilt lieber etwas zu wenig als zu viel.
Um zu erkennen ob deine Pflanzen Wasser oder Dünger benötigen, betrachte die Geschwindigkeit des Wachstums die Stärke der Pflanze (Stamm, Ausbildung der Äste) und ganz wichtig: ihre Farbe
Wenn die Pflanze ein sattes natürliches grün auf ihren Blättern zeigt, und dazu ein gesundes Wachstum, dürfte es ihr an nichts fehlen. Sollten die Blätter erschlaffen, so sollte sie unverzüglich gegossen werden.
In der Wachstumsphase brauchen die Pflanzen wesentlich mehr Nährstoffe und Wasser als in der Blütephase.
PLATZWAHL:
Voraussetzung ist natürlich ein Ort der sowohl von Bullen, aber auch Jägern, Sammlern und anderen Passanten möglichst selten heimgesucht wird. Da Hanf möglichst viel Licht benötigt, solltest du eine Stelle suchen die möglichst zu jeder Tagzeit von der Sonne beschienen wird. Hanf wächst aber an fast allen Orten, wo er wenigstens ein Paar stunden Sonne bekommt. Es ist aber zu sagen, das die Menge des Ertrags außer von der Erde und deren Nährstoffen fast nur von der Sonneneinstrahlung abhängt. Eine Pflanze im Wald auf einer kleinen Lichtung o.Ä. wird über 50g Ertrag kaum hinaus kommen, während sie auf einem freien Feld bei gleicher Bodenqualität vielleicht 100-120g Ertrag gehabt hätten. Trotzdem gilt: lieber 50g sicher als gar kein Gras und evtl. eine nette Strafe.
BEARBEITUNG DER ERDE
Wie schon bei der Sonneneinstrahlung erwähnt hängt der Ertrag auch von der Vorbereitung des Bodens ab. In der Bildergalerie könnt ihr Schweitzer Hanfstecklinge sehen die bei optimaler Düngung auf freiem Feld teilweise pro Pflanze mehr als 400g trockene Blüten produzierten. Zuerst ist zu sagen das Hanf die für Kulturpflanzen längsten Pfahlwurzeln bildet (70cm und mehr). Im Optimalfall sollte also schon im Jahr vor der Saat damit begonnen werden die Erde so tief wie möglich aufzulockern, und evtl. mit einem Langzeitdünger (Hornspäne, Kompost, Mist) zu versetzen. Die Auflockerung ist mit das wichtigste, da sie Wurzelwachstum und damit die Nahrungsaufnahme erst richtig zulässt. Wie schon im Teil Aufzucht beschrieben, erfolgt die Düngung dann je nach Wachstumsphase und Ermessen bzw. Erfahrung des Züchters. Hanf benötigt eine leicht feuchte Erde, keinesfalls aber sumpfige oder nasse Böden (Erstickungsgefahr). Im Zweifellsfall lieber zu trocken als zu nass (Hanf übersteht kurze dürre meist ganz gut). Trotzdem kann man Hanf auch z.B. in Schilffeldern kultivieren, wenn man ihn in große Eimer Pflanzt, die man dort abstellt. Ein Loch in der Seitenwand möglichst nah am boden nicht vergessen. Dadurch kann zwar überflüssiges Wasser ablaufen, die Feuchtigkeit aus dem Boden aber nicht in den Eimer zurück.
SETZEN DER STECKLINGE
Falls du die Pflanzen zuhause mit künstlichen Licht in der Wohnung vorgezogen hast (Natriumdampflampe oder Neonröhre für Pflanzenzucht siehe Growshop) müssen sie erst langsam an das sonnenlicht und die Witterung gewöhnt werden. Vor allem die Stängel sind sehr anfällig für Wind und knicken sehr leicht ab, wenn du sie nicht schon vor dem Aussetzen mit einem Ventilator an die Witterungsbedingungen gewöhnst. Außerdem solltest du die Pflanzen langsam an die Sonne gewöhnen, da die Lampen zwar dem Sonnenlicht nachempfunden sind, aber ein ganz anderes Spektrum und Intensität haben. Die Pflanzen sollten also Tag für Tag vom Kunstlicht an das leben im Freien gewöhnt werden. Wenn du die Pflanzen im Garten vorgezogen hast, sind sie meist schon wiederstandsfähig genug, um sie gleich auszusetzen.
Grabe ein Loch ca. 70cm tief und breit, fülle es zur unteren hälfte mit Mist oder Kompost und schütte dies dann so stark mit Anzuchterde (die du mit Seramis mischen kannst) auf, dass ein etwa 15cm hoher Hügel entsteht. Dadurch liegt die Pflanze höher, und kann nicht so leicht von Unkraut überwachsen werden und außerdem wird sie nicht so leicht von Schädlingen befallen. Falls du keine Samen verwendest die 100% Weiblichkeit garantieren, so pflanze jeweils 3 Pflanzen pro Hügel, da du damit rechnen kannst, das min. 1 Männchen entsteht und eine Pflanze schlecht wächst oder abstirbt. So wirst du pro Hügel immer noch mindestens 1 Weibchen erhalten. Lasse zwischen den Hügeln einen Abstand von mindestens 70cm, Pflanze die auf diese Art wachsen, werden nicht so buschig, dafür aber höher als Pflanzen die einen größeren Abstand haben. Bei Stecklingen von Mutterpflanzen solltest du generell einen größeren Abstand wählen, da sie keine einzelne Spitze, sondern mehrere Haupttriebe bilden.. Um möglichst viel Sonnenlicht zu bekommen sollte die reihe entlang dem Lauf der Sonne angelegt werden.
SCHÄDLINGE UND KRANKHEITEN
Manche Insekten fressen sehr gerne Hanf, viele von ihnen lassen dich durch die gemeinsame Anpflanzung von Knoblauch, Schnittlauch oder Thymian abhalten. Blutmehl hält angeblich das Rotwild fern. Versuche bei Insektiziden darauf zu achten, dass sie sich nicht im Pflanzengewebe festsetzen, also nicht in die später entstehenden Blüten gelangen können (in der Gärtnerei fragen). Sägespäne die du rundum die Hügel streust, halten in der ersten Zeit Schnecken fern. Du kannst auch Schneckenkorn verwenden, sei dir aber bewusst, das dies nicht unbedingt gesundheitsfördernd und auch nicht sehr natürlich ist. Das Ziel soll es ja sein, eine Pflanze zu erzeugen, die einerseits eine Menge Spaß, andererseits aber auch Heilung und eine Steigerung der Gesundheit und des Wohlbefindens bringt. Falls du irgendwelche Anomalien an den Blättern entdeckst, solltest du davon ausgehen das die Pflanzen irgendeinen Mangel haben, versuche durch hinzufügen von Nährstoffen, diesen auf den Grund zu kommen. Viele gute Bücher über Hanfzucht haben mehrere Kapitel die sich um Schädlingsbefall und Bekämpfung drehen. Ich kann hier momentan nicht mehr Information geben, da ich das Bildmaterial noch nicht habe, um euch einige Krankheiten od. Schädlinge zu zeigen.
GESCHLECHTSBESTIMMUNG
Hanf entwickelt sich zu männlichen und weiblichen Pflanzen. Je nach Sorte kommt es auch manchmal zu Zwitterbildungen, d.h. weibliche Pflanzen entwickeln männliche Blüten oder umgekehrt. Um guten Hanf zu produzieren ist es von Vorteil die Männlichen abzuschneiden, bevor sie die Weibchen bestäuben können. Denn dadurch wird die Blüte des Weibchens gestoppt, (sie versuchen nämlich immer neue Blüten zu produzieren und weiter zu wachsen bis sie bestäubt werden, um dadurch ihre Nachkommenschaft zu sichern.) und sie fangen an, Samen zu produzieren. Dies führt vor allem zu einem Ernteverlust und natürlich auch zu mehr Aufwand bei der Verwendung, denn es müssen alle Samen enternt werden, bevor du die Blüten verarbeiten kannst. Spätestens wenn die Tage kürzer werden und die Blütezeit beginnt (nach Sonnenwende spät. Anfang August) zeigen die Pflanzen Ihr Geschlecht. Um sie schon eher zu erkennen brauchst du wohl ein paar Jahre Erfahrung. Die männlichen Blüten blühen zum Teil schon wesentlich früher als die Weibchen und haben an den Astansätzen so wie an den Kronen kleine Staubsäckchen die herunterhängen. Die Weibchen dagegen produzieren kleine Härchen, die sich später zu den Gewohnten Tops (Spitzen) entwickeln, die wir jedem holländischen Coffee-Shop kennen. Mit etwas Mut und Vorstellungsvermögen, ist es also auch für Anfänger ganz leicht beide Geschlechter auseinander zu halten.
Merke : Warte lieber im Zweifelsfall ein bisschen wie sich die Pflanzen entwickeln; entferne die Männlichen aber bevor sich die Pollensäcke öffnen, und die Weibchen bestäubt werden können. Sollten männliche Blüten an weiblichen Pflanzen erscheinen so knipse sie sorgfältig weg und lasse sie weiter wachsen, es sei denn, die Zahl der männlichen Blüten ist größer als die der Weiblichen.
BESCHNEIDUNG
Durch die Beschneidung einer Pflanze teilt sie sich an der Stelle wo man einen Trieb abgeschnitten hat, in zwei weitere Triebe auf, wie man es von anderen Pflanzen oder Bäumen kennt. Ob das Beschneiden der Pflanzen den Ertrag erhöht ist bisher Umstritten. Sicher ist aber, das die Pflanzen durch das Beschneiden buschiger werden. Dies kann vor allem auf Balkonen oder einsichtigen Waldstücken von großem Vorteil sein. Um also eine Pflanze zu beschneiden, zwickst du mit einer Schere oder den Fingern nachdem sie schon mindest 20-30 cm groß ist und einige Blattpaare entwickelt hat, den oberen Trieb oder einfach die Spitze ab (bis zum nächsten Blattpaar). Die Pflanze wird an dieser Stelle zwei neue Kronen entwickeln, die du nachdem du sie einige Zeit wachsen lässt, wieder beschneiden kannst usw. usw. Somit wird die Pflanze zwar nicht so hoch, aber hat viele Spitzen / Kronen die guten Ertrag bringen werden. Es ist aber davon auszugehen, dass eine große Pflanze mit nur einer Krone an dieser einen ähnlich viel Ertrag haben wird, wie eine beschnittene Pflanze an allen Spitzen zusammen. Wenn du mehrere Pflanzen hast, so versuche es einfach bei ein Paar von ihnen und mache deine eigenen Erfahrungen damit.
BLÜTE
Von einer gelungenen Blütephase hängt der ganze Erfolg deiner Mühen ab, versuche also in dieser Zeit die Pflanzen optimal zu Versorgen und ihr genügend Sonnenlicht zukommen zu lassen. Die Blüte beginnt sobald die Tage kürzer werden, also kurz nach der Sonnenwende. Du erkennst das Einsetzen der Blüte dadurch, dass die Pflanzen jetzt noch einmal kräftig (teilweise um mehr als das doppelte der Größe, die sie bis dahin erreicht haben) wachsen. In diesen Wochen kannst du ihnen förmlich beim wachsen zusehen. Ein Wachstum von 5-7 cm pro Tag ist jetzt durchaus normal. Wenn die Pflanze dann die ersten Härchen zeigt, kann man davon ausgehen, dass sie jetzt nicht mehr wesentlich wächst, sondern ihre Energie in die Blütenentwicklung steckt, die jetzt noch 1-2 Monate dauert. Fertig sind die Blüten wenn sie viele THC-Kristalle zeigen (silberner Schimmer) und die Härchen braun werden (siehe auch Ernte).
ERNTE
Du kannst die Pflanzen um sie zu ernten, komplett ausreisen / abschneiden oder du erntest sie von oben nach unten nach und nach und gibst somit den unteren Blüten die bis dahin nicht soviel Licht bekommen konnten die Möglichkeit noch etwas nachzureiten. Damit kannst du deinen Ertrag und auch die Qualität der unteren Blüten erhöhen. Ernte an einem sonnigen Tag möglichst am späten Nachmittag. Da die Sonne angeblich die Haarentwicklung zum Schutz vor Verbrennungen anregt und etwaige Regengüsse am Erntetag einen Teil des Harzes abwaschen können. Warte den Zeitpunkt der Ernte genau ab, denn gerade die letzten Tage der Blüte sind verantwortlich für die Qualität des Endproduktes. Ernte erst wenn du Harzkristalle auf den Blüten erkennen kannst und die feinen Härchen an den Buds sich zum allergrößten Teil dunkel färben und vertrocknen.
Merke: Sei geduldig und ernte lieber erst zu spät als zu früh. Ernte nicht im Bedarfsfall, sondern wirklich erst bei Vollendung der Blüte. Versuche ein Gefühl für deine Pflanzen aufzubauen, dann werden sie dir sagen wann sie "reif" sind.
TROCKNUNG
Zum trocknen hängst du die einzelnen Äste öder die ganze Pflanze einfach umgekehrt an eine Wäscheleine oder ähnliches. Du brauchst sie wahrscheinlich gar nicht befestigen weil sie an ihren natürlichen Hacken, also Ästen ganz gut halten werden. Trockne sie je nach belieben in einem Raum mit wenig Luftfeuchtigkeit, wenn es schnell gehen soll und in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit wenn du sie länger trocknen willst. Durch Wärmezufuhr kannst du die Trocknung auch beschleunigen. Achte aber darauf, dass die Temperatur nie über 30°C steigt. Die Pflanzen sollten aber nicht schneller als in 3-4 Tagen trocknen. Viele Züchter behaupten, dass bei umgekehrt aufgehängten und lange trocknenden Pflanzen noch Wochen nach der Ernte Harz aus den Stängeln in die Blüten fließt und somit die Qualität noch beträchtlich steigt. Entferne am besten noch vor der Trocknung alle großen Blätter. Nach dem trocknen musst du die Blüten von den Blättern befreien, um wohlschmeckendes Gras zu erhalten. Dies machst du am besten mit kreisenden Fingerbewegungen um die Tops. Du wirst sehr schnell deine eigene beste Möglichkeit dabei finden. Zusätzlich hat dies noch den Vorteil, dass du je nach Menge des Hanfes auch noch etwas Fingerhasch produzierst. Du kannst die Tops auch mit der Schere von den Blüten befreien, dies ist aber kein so zeremonieller und befriedigender Akt und außerdem wirst du auch kein Hasch bekommen. Die anfallenden Blütenblätter können zu Tee verarbeitet oder zum Kochen und Backen verwendet werden.
Eine Fortsetzung dieser Rubrik sowie der Ausbau der anderen Themengebiete wird nach und nach erfolgen. Wir würden uns freuen, wenn ihr Verbesserungsvorschläge, Fragen oder eigene Texte und Erfahrungsberichte an uns senden würdet, um so selbst durch eigene Beiträge, Kommentare, Photos... zum Thema Hanfanbau an der Gestaltung dieser Seite mitzuwirken.