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Am großen Tag:
1.Nimm dir mind. 5 Stunden Zeit, besser mehr. 2.Bereite auf einem Tisch zwei Plätze vor, wo du deine Siebe naß auf saugfähiges Papier stellen kannst. Der Tisch sollte auch wasserfest sein, niemand mag Wasserflecken auf Holzmöbeln, ganz besonders nicht Eltern.. also leg was drauf, Glas, Kunststoff oder so. Du brauchst sowieso noch eine glatte Unterlage, das kann auch ein Tisch sein. (aus Glas, oder einem Kunststoff der ganz glatt ist) Und leg die Plastikspachtel bereit, auf diesem Tisch. 3.Stell deine Utensilien zusammen da wo du arbeiten willst: Du brauchst: a) 3 Kessel b) 1 Siebkessel mit aufgespanntem 220 My Sieb (das ist der Kessel ohne Boden) (Bilder 3 und 4) c) 2 Siebe (73 und 25 My) sowie 2 Deckel mit Loch zum aufspannen (Variante 2 dann zusätzlich 3 Deckel mit Loch und 3 Siebe 190, 160 und 45 My) d) Rührwerkzeug e) Wasser f) viel Eis 4.Fülle einen Kessel etwa 3/4 mit möglichst kaltem Wasser. Je kälter desto besser. -->>Tip: Wenn's geht, die ganze Sache in der Waschküche oder so durchziehen, aber es geht auch im Badezimmer, arbeite in der Badewanne - die Dusche am Schlauch kannst du gut gebrauchen. 5.In den Kessel gibst du auch eine großzügige Portion Eis. Dann fügst du dein gehacktes Tiefgefrorenes bei. (Bild 1) 6.Und nun heisst's rühren. Von Hand 10 Minuten oder so, es soll sich schon etwas Schaum bilden. Mit Maschine 2-3 Minuten, paß auf die Sache kann sich in manchen Rührwerken verwickeln... Erfahrungssache. (Bild 2 gerührt!) 7.Dann für 20 Minuten stehen lassen, nur Eis zufügen, es soll immer Eis drin haben. Jetzt hast du Zeit zum Entspannen. 8.Nochmals kurz und heftig aufschlagen, vor allem das was oben schwimmt. Nochmals 30 Minuten ruhen lassen. Letzte Ruhepause, ab nachher gilt es ernst! 9.Dann das ganze Gemisch durch das Handsieb hindurch in den zweiten Kessel. Mit etwas Wasser nachspülen, aber nicht zuviel. Wegstellen der gesiebten Reste im Handsieb. 10.Den leeren Kessel auswaschen und bereitstellen. --->> Tip: Hier ist die 5 Kesselvariante stark, da kann man die Kessel immer auswaschen und dieses Wasch-Wasser in einem Kessel sammeln, Eis dazu, bereit stehen lassen.
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11.Auf den leeren Kessel das bereitgemachte Sieb (220 My) stellen. (Ja, jetzt weißt du wie gut identische Kessel sind, da kann man nämlich ohne Probleme genau plazieren.)Position: Siebseite - also wo der behandelte Deckel das Sieb über die Öffnung spannt genau auf die Kesselöffnung stellen. (Bilder 1 und 2) 12.Nun in den offenen Boden dieser "Siebkessel" Variante hinein, da muß nun das Wasser das du bereits mit dem Handsieb ausgesiebt hast. Hier ist der große Schöpfer hilfreich, sonst nimm eine große Tasse oder Konservendose ... Also - du gießt das hoffentlich schön braungrün gefärbte Wasser durch das Sieb, alles, aber langsam, nicht umkippen! (Bild 3) 13.Ist der Kessel leer, wäschst du ihn mit ein wenig Wasser aus. Durch das Sieb in den Kessel. 14.Wenn du fertig bist, wäscht du mit etwas Wasser (Brausekopf, Schlauch..) dein Sieb aus und die Reste drin noch etwas durch. 15.-->>Tip: hier ist wieder der zusätzliche Kessel von vorher da... weggießen wäre schade, denn gerade dies Nachspülungen bergen ungeahnte Schätze. Mehr am Schluß. 16.Nun entfernst du das 220 My Sieb und schüttelst den Inhalt mit dem Inhalt des Handsiebs in den zusätzlichen Kessel, wo du Dein Wasch-Wasser gesammelt hast. Sieb auch auswaschen und gereinigt weglegen, brauchen wir noch mal.
>>>>>>>Variante mit 6 Sieben: Das ganze wiederholen mit 190 My und 160 My Sieb. Kannst das was du fängst aufbewahren und probieren, aber viel wird nicht einfahren.
17.Du spannst dein 73 My Sieb auf deinen Kessel mit Loch im Boden. 18.Setzt dieses Sieb auf den nun gereinigten leeren Kessel. (Sollte gut gereinigt sein - keine Pflanzenreste vor allem! 19.Und nun das ganze Wasser, das du bereits mit 220 My gesiebt hast (Bild 4) da durch. Hier geht's schon länger, und das was du im Sieb fängst ‚iss'n'och das Beste von ganze Haishphlanze was gibt es. Oder zweitbeste - aber minimo!' Es ist nicht so viel in der Menge, aber hochkonzentriert. Aber du bist noch nicht durch. 20.Du wäscht dieses Sieb nicht! Du wäscht den Oberteil (Kesselbereich) aus solange das Sieb drauf ist. Die Wände absprühen und runterrinnen lassen durch das Sieb; schön vorsichtig damit das Material im Sieb sich nicht wieder aufwühlt. 21.Dann gehst du, wenn das Wasser fast alles rausgetropft ist, zu deinem Tisch und stellst das Sieb auf saugfähiges Papier. Löse vorsichtig den Deckel mit dem Sieb vom Kesselteil. im inneren Rand des Kessels, da wo das Sieb an die Wand des Kesselteils stösst, hat es oft noch ganze Schichten die kleben. Vorsichtig mit einem Spachtel wegmachen und aufs Sieb legen und Sieb liegen lassen. 22.Jetzt mit dem Kesselteil unseres Siebes wieder ins Badezimmer - oder wo du sonst an der Arbeit bist. Und das 25 My Sieb aufspannen. 23.Schau mal zu dem Wasser im Kessel, wo dein Wasch-Wasser und die schon einmal gesiebten Teile drin sind. Da sollte genügend Eis sein.
>>>>>> Variante mit 6 Sieben: Hier kommt jetzt das 45 My Sieb zum Einsatz. Einfach analog verfahren wie mit dem 73-er.
24.Nun hast du also wieder einen leeren, ausgewaschenen Kessel. Du hast das Sieb mit den 25 My Maschen, aufgespannt auf deinen Siebkessel. Du hast einen Kübel mit bereits zweimal gesiebtem Wasser. Und etwa einen halben Kübel Wasch-Wasser mit Eis und Material. 25.Das Sieb gehört über den leeren Kessel, und dann das zweimal gesiebte Wasser ein drittes Mal sieben. Dieses Mal wird's wohl etwas länger gehen, denn diese Maschen sind schon sehr klein. Und alles was du fängst ist wiederum Klaaassse! 26.Mit vorsichtigem Hin- und Herbewegen des Siebes kannst du versuchen das Durchlaufen zu beschleunigen. Aber am besten ist Schöpflöffel um Schöpflöffel, ganz easy. 27.Wenn alles durch ist und das Wasser rausgetropft ist wieder zu deinem Tisch mit dem Sieb. Und auf den zweiten Platz der mit saugfähigem Papier ausgelegt ist legst du das zweite Sieb - und löst wieder vorsichtig den Deckel. 28.Dann bringst du den Deckel zum Aufspannen und den Kesselteil deines Siebes wieder ins Badezimmer und spannst das gereinigte 220 My Sieb auf. 29.Du bist bereit für den zweiten Durchgang. Das bringt noch mal etwa 20-50% soviel wie der erste manchmal mehr, je nachdem. Aber eigentlich bringt es immer einiges. 30.Du kannst jetzt vom Wasser das du bereits 3 mal gesiebt hast fast einen Kessel voll haben. 31.Dazu einen halb-dreiviertelvollen Kessel mit Wasch-Wasser und deinem gehackten Material. 32.Diesen füllst du bis etwa 3/4 auf. Und rührst wieder, mit viel Eis, wie vorher. Schaumig rühren. Am besten 2-3 mal innert einer Viertelstunde voll aufrühren, mit viel Eis. Und dann - stehen lassen. 33.In der Zeit wo das ganze mal steht - 30-40 Minuten, mit viel Eis, gehst du zu den Sieben.
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34.Du ziehst vorsichtig die Deckelteile, die deine Siebe gespannt haben, zusammen mit dem Papier unter dem Sieb weg. Oder du hebst das Sieb vorsichtig an. 35.Das Sieb muß auf die glatte Fläche. Streich mit einem Plastikspachtel das gesammelte Material (Bilder 1 und 2) zusammen in eine Ecke. Schau daß du alles kriegst was nur geht, ohne dein Sieb zu beschädigen. (Die halten aber schon etwas aus.) 36.Nimm in einer Ecke deines Siebes das gesammelte Material. Lege den Rand des Siebes über die zusammengeschobenen Wirkstoffe. So hast du unten und oben Siebstoff. 37.Nun kannst du mit saugfähigem Papier das Wasser gut rausdrücken, unten und oben Sieb, Papier und drücken. 38.Du erhältst nun eine noch feuchte, aber stabile Masse. Und du merkst daß es harzig ist. 39.Lege sie weg, auf ein Papier oder so, für den Moment. 40.Lege auch das Sieb weg, du brauchst es wieder. 41.Du brauchst die glatte Oberfläche nun um dasselbe mit dem zweiten Sieb zu machen. Das ist das feinste, 25 My, und hat normalerweise weniger Material gesammelt. Sehr fein auch. 42.Gleich wie oben - zusammenschieben, auspressen, weglegen. 43.Die beiden Siebe nimmst du nun Du hast noch den zweiten Durchgang vor dir. 44.Du beginnst wieder mit dem Handsieb. Das was du damit rausholst kannst du dann (nach dem Nachspülen) wegwerfen, es soll zwar Leute geben die es ein drittes Mal durchmachen, aber das hat nur mit Blütenmaterial einen Zweck, meine ich. 45.Dann das 170 My Sieb. Inhalt auch wegwerfen, nach Auswaschen mit wenig Wasser - in den Kübel. 46.Dann 70 My Sieb. Inhalt ist wertvoll - also Sieb wieder auf Papier etc. 47.Dann 25 My Sieb - auswaschen durch Sieb des Kübels, jetzt kannst du das Wasser, alles was noch da ist und etwas drinhaben könnte, nochmals durch dieses Sieb lassen. Und dann weg mit dem Wasser. Wände des Siebs vorsichtig abspülen und dann das Sieb abtropfen lassen. 48.Am Schluss reinigst du alles. Die Siebe kannst du mit Alkohol reinigen, oder auch in die Waschmaschine geben, meine haben's ausgehalten. Reinigen der Siebe ist wichtig, du wirst merken wie harzig das ist wenn es etwas trocken ist. Also reinige solange alles feucht ist, dann kannst du mit Wasser das meiste raukriegen.
Nun hast du also je nach Ausbeute 0.5% - x% des Ursprungsgewichtes in Art von kleinen, feuchten Kuchen. Die Ausbeute ist aber meist reiner als beim Aussieben (Pollinator) manchmal etwas kleiner (weniger Pflanzenmaterial)- manchmal aber kriegst du mit Sieben nix raus - Blätter, Stiele - mit Eiswasser schon.
Es gilt: je höhere Qualität des Ursprungsmaterials desto grössere Ausbeute.
-->>Tip: Wenn du trimmst halte die kleinen Blätter, die du aus dem Blütenbereich separat - diese sind hochwertig! Trockne sie separat - und halte alles auseinander, du wirst Unterschiede merken.
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Und das funktioniert?
Jawohl. Man nennt das Ganze Extraktion. Das was manche Leute genießen sind so kleine kristalline Bläschen an der Pflanze. Die enthalten einen Stoff, d. h. mehrere, die angenehm seien. Man nennt sie Trichomen. Die sind nicht löslich in Wasser (deshalb immer Fett verwenden beim Kochen resp. Zucker beim Teemachen), können also gefiltert werden. Sie sind schwerer als Wasser. Und sie lösen sich von allen Pflanzenteilen besonders gut wenn's kalt ist.
Durch das Gefrieren, das Eis und das Rühren werden diese kleinen Bläschen ins Wasser gerissen und senken sich ab. Dann filtern wir zuerst alles, was zu groß ist raus. 22o (ev. 190/160) My.
Dann filtern wir die größeren der Trichomen raus, und noch etwas Pflanzenmaterial. 73 My Das gibt meiner Erfahrung nach den würzigeren Rauch. (evtl. hier mit 45 My zwischensieben) Dann filtern wir noch die kleineren Trichomen raus - fast ohne Reststoffe. 25 My. Das ergibt den reineren Rauch.
Und da man diese Trichomen an der ganzen weiblichen Pflanze, und wohl z.T. auch darin, findet, einfach in verschieden hohen Anteilen, ist dies eine Möglichkeit, zu einem Super Bubble zu kommen, der in Amsterdam nicht oft zu finden ist.
Und das alles mit wenig Einsatz an Finanzen - du machst aus dem was andere wegwerfen, noch was - natürlich mit einiger Arbeit.
Und wer nicht überzeugt ist, der soll im overgrow.com forum mal ein bisschen stöbern, ist zwar englisch aber Spitzen Info über alles was growen und die Weiterverarbeitung betrifft. In deutsch hab ich eine solche Anleitung allerdings noch nie gefunden.
Unten ein erstes kleines Highlight! (1 Blatt Rizla Original Slim, 0.8 g Tabak und 0.2 g - 6 cm Bubble)
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Bild 4 |
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Eigene Erfahrungen:
Erster Versuch:
Input: 300 g getrockneter Abfall (das was über ein Jahr in einer Plastictüte blieb von einer Pflanze, mein Kollege liebt die Blüten so sehr und wollte später Stiel und Blätter wegwerfen - Outdoor Alpenraum mit Samen.. Zeitaufwand: etwa 7 Stunden easy working inkl. Kneten. Output: 70 My: I = 4.8 g II = 1.5 g 25 My: I = 2.3 g II = 0.8 g Total: 9.4 g, etwa 3 % Güteklasse: 1b - es gab etwas zu viel Pflanzenmaterial drin, das ist immer so wenn sehr lang getrocknetes Grundmaterial verwendet wird. Trotzdem sehr harzig - ohne Kneten oder pressen fast nicht rauchbar. Zum drehen macht man aus etwa 1/5 g eine Spaghetti und dreht sie rundum mit Tabak ein. Am besten aber pur - das blubbert dann. Geschmack: etwas würziger die 70 My Ausbeute, kratzt wie weiland roter Libanese vor 20 Jahren. Im Vergleich mit dem was man kaufen kann zwischen 2 und 5 mal besser. Ausbeute: 1 g = etwa 5 x für zwei Personen gute Zeiten.
Anderer Versuch:
Input: ca. 150 g gute Blätter (vom Trimmen, teilweise sichtbar voll Trychonomen), leicht angetrocknet) Zeitauwand: 6 Stunden easy working Output: 70 My: I = 2.3 g II = 1.5 g 25 My: I = 2.3 g II = 1.1 g Total 7.2 g, etwa 6.5% Bemerkung: Hier handelte es sich offensichtlich um eine Pflanze mit mehr kleineren trychonomen, Das gibt's auch. Güteklasse 1a - wenig Pflanzenmaterial, nach Kneten Kugeln wie Marmor, nach Pressen wie Glas. Beim Anheizen wird's nur klebrig, kein Krümeln möglich. Geschmack: Nicht sehr intensiv, leicht, angenehm im Rauch. 70 und 25 My fast gleich. Im Vergleich mit dem was man kaufen kann 4-8 x besser. (Und denk ja nicht ich sei je mit wenig zufrieden gewesen) Ausbeute: 6-7 x für zwei (pur) pro g.
Letzter Versuch (Bilder sind von diesem)
Input: ca. 150 g Blätter und Stiele (60 g Blätter) Zeitaufwand: ca. 5 Std. easy working Güteklasse 1B - etwas viel Pflanzenmaterial im 73 My (Bild 1 ), 25 My Ausbeute ist 1A (Bild 2)
Geschmack: Nicht sehr intensiv, leicht, angenehm im Rauch. 70 und 25 My fast gleich. Im Vergleich mit dem was man kaufen kann 3-6 x besser. (Und denk ja nicht ich sei je mit wenig zufrieden gewesen) Ausbeute: 5-6 x für zwei (pur) pro g.
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